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Geschichtliche Entwicklung des Schulprojektes in Guatemala
(Eberhard Nusch, Vorstandsmitglied)

1. Die Anfänge (1995/96)
2. Fortgang des Projektes (1997 - 2008)
3. Endlich Wasser! (2004)
4. Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Grundschule
5. Vom Samen zum Baum (Kurzer Überblick 1996 - 2008)
6. Situation in Guatemala
7. Die finanziellen Mittel unseres Vereins
8. Hoffung und Aufbruch

2. Fortgang des Projektes (1997 - 2008)


Bald ist klar, dass eine Schule gebaut werden muss. 1997 wird damit begonnen, nachdem ein geeignetes Grundstück gefunden wurde.

In Eigenarbeit stellen die Eltern sog. Adobeziegel,
(Ziegel aus Lehm) her.

Alles Wasser, was für den Bau und die Ziegel
benötigt wird, müssen die Frauen vom
entfernt gelegenen Bach herholen.
Auch die Kinder und Lehrerinnen helfen mit.
 
So konnte der Neubau mit vier Klassenräumen im
Februar 1998 eingeweiht

werden, auch wenn Türen und Fenster noch fehlten.
Es muss ein großes Fest gewesen sein!

70 Kinder sind es jetzt, wenig später bereits 90,
so dass nun drei Lehrerinnen vom Verein in Nürnberg finanziert werden müssen.
 
Übrigens: 1998 hatte der Verein inzwischen
50 Mitglieder
;
53 Förderer
hatten Patenschaften
für die Kinder dort übernommen.

Adobe-Ziegel
Selbst gebrannte Adobe-Ziegel

Toiletten
Diese beiden Bio-Toilettenanlagen sind einfach,
aber ganz wichtig für die Hygiene


Inzwischen war auch deutlich geworden, dass es nicht
allein reicht, den Kindern schulischen Unterricht anzubieten.

Die Bewohner von Chocruz haben
keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem,
es gibt kein Trinkwasser und keinen Strom,
Toiletten oder Latrinen sind kaum vorhanden,
die Ernährung ist nicht ausreichend,
so dass Infektions- und Mangelkrankheiten
an der Tagesordnung sind.

Notwendig ist also eine Verbesserung der Lebensumstände.
So war es ein großer Erfolg,
dass eine Ärztin gewonnen werden konnte,
die alle 4 – 6 Wochen Untersuchungen
bei den Kindern und ihren Familien durchführte.

Außerdem wurde in der neuen Schule
eine Küche eingerichtet
und die Kinder täglich
mit einer warmen Mahlzeit
und mit Obst versorgt.

Man hatte also sehr schnell erkannt,
dass Gesundheit und eine vernünftige Ernährung
unbedingte Voraussetzungen
für schulische Bildung sind.

Aber wer sollte das alles bezahlen?
 
So mussten in Nürnberg
weitere Paten und Förderer
für dieses Schulprojekt gefunden werden!
Tägliche Mahlzeit
Täglich gibt es eine Mahlzeit

Markt
Einkauf auf dem Markt (rechts Teodoro)

Inzwischen war die Schule vom guatemaltekischen Bildungsministerium offiziell anerkannt worden. Vor allem war sie schon in den ersten Jahren sehr erfolgreich: im Unterschied zu den staatlichen Grundschulen, wo durchschnittlich 30 – 50 % ihr Klassenziel nicht erreichen, waren es in Chocruz gerade 5 %!
1999 gab es 100 Kinder in der Grundschule und 20 Kinder in der Vorschule. Kaum war der Schulneubau fertig gestellt, so musste schon an eine Erweiterung gedacht werden, zumal ein Klassenzimmer als Küche dienen musste, um für über 100 Kinder vernünftig kochen zu können. In dieser Zeit waren auch manche freiwillige Helfer aus Europa da, die im Projekt mitarbeiteten. Eine Vertreterin des Erziehungsministeriums besuchte die Schule und hat höchstes Lob für diese Einrichtung ausgesprochen.

Kleinste Anfänge waren es
für die schulische Bildung der Maya-Kinder
im Hochland von Guatemala – und nun sind es
im Jahr 2008 fast 200 Kinder,
die die Schule besuchen.
Die Schule musste erweitert werden:
sieben Klassenzimmer sind es jetzt,
wobei noch zu bedenken ist,
dass es natürlich gesonderte Räume
z. B. für die Küche, für die Lehrer,
für den Schreibmaschinenunterricht
und für die Arztvisiten brauchte.
Selbstverständlich war die praktisch-handwerkliche Hilfe der Eltern von entscheidender Bedeutung,
aber die finanzielle Last
hatte der Verein in Nürnberg zu tragen.
Schulansicht
So präsentiert sich die Schule heute

Sportplatz
Ein für Guatemala fast einmaliger Sportplatz
Ähnlich war es beim Sportplatz,
der gleichsam auf Anordnung des Staates
gebaut werden musste
(wenn das Zeugnis für die Kinder anerkannt
werden soll, muss es eine Sportnote enthalten!)
- und tatsächlich konnte er Anfang 2007
fertig gestellt werden;
weit und breit gibt es keinen solchen Sportplatz!

>>>3. Endlich Wasser! (2004)



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