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Zukunft für Kinder - Aldea Laura e.V. | |
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| 2. Fortgang des
Projektes (1997 - 2008) |
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Bald
ist
klar,
dass
eine Schule gebaut
werden muss. 1997 wird damit begonnen, nachdem ein geeignetes
Grundstück gefunden wurde.
In Eigenarbeit stellen die Eltern sog. Adobeziegel, (Ziegel aus Lehm) her. Alles Wasser, was für den Bau und die Ziegel benötigt wird, müssen die Frauen vom entfernt gelegenen Bach herholen. Auch die Kinder und Lehrerinnen helfen mit. So konnte der Neubau mit vier Klassenräumen im Februar 1998 eingeweiht werden, auch wenn Türen und Fenster noch fehlten. Es muss ein großes Fest gewesen sein! 70 Kinder sind es jetzt, wenig
später bereits 90,
so dass nun drei Lehrerinnen vom Verein in Nürnberg finanziert werden müssen. Übrigens: 1998 hatte der Verein inzwischen 50 Mitglieder; 53 Förderer hatten Patenschaften für die Kinder dort übernommen. |
![]() Selbst gebrannte
Adobe-Ziegel
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Diese beiden Bio-Toilettenanlagen sind einfach, aber ganz wichtig für die Hygiene |
Inzwischen war
auch deutlich
geworden, dass es nicht allein reicht, den Kindern schulischen Unterricht anzubieten. Die Bewohner von Chocruz haben keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem, es gibt kein Trinkwasser und keinen Strom, Toiletten oder Latrinen sind kaum vorhanden, die Ernährung ist nicht ausreichend, so dass Infektions- und Mangelkrankheiten an der Tagesordnung sind. Notwendig ist also eine Verbesserung der Lebensumstände. |
| So
war
es
ein
großer
Erfolg,
dass eine Ärztin gewonnen werden konnte, die alle 4 – 6 Wochen Untersuchungen bei den Kindern und ihren Familien durchführte. Außerdem wurde in der neuen Schule eine Küche eingerichtet und die Kinder täglich mit einer warmen Mahlzeit und mit Obst versorgt. Man hatte also sehr schnell erkannt, dass Gesundheit und eine vernünftige Ernährung unbedingte Voraussetzungen für schulische Bildung sind. Aber wer sollte das alles bezahlen? So mussten in Nürnberg weitere Paten und Förderer für dieses Schulprojekt gefunden werden! |
Täglich gibt es eine Mahlzeit |
Einkauf auf dem Markt (rechts Teodoro) |
Inzwischen war die
Schule vom guatemaltekischen
Bildungsministerium
offiziell anerkannt worden. Vor allem war sie schon in den
ersten Jahren sehr erfolgreich: im Unterschied zu den staatlichen
Grundschulen, wo durchschnittlich 30 – 50 % ihr Klassenziel nicht
erreichen, waren es in Chocruz gerade 5 %! 1999 gab es 100 Kinder in der Grundschule und 20 Kinder in der Vorschule. Kaum war der Schulneubau fertig gestellt, so musste schon an eine Erweiterung gedacht werden, zumal ein Klassenzimmer als Küche dienen musste, um für über 100 Kinder vernünftig kochen zu können. In dieser Zeit waren auch manche freiwillige Helfer aus Europa da, die im Projekt mitarbeiteten. Eine Vertreterin des Erziehungsministeriums besuchte die Schule und hat höchstes Lob für diese Einrichtung ausgesprochen. |
| Kleinste Anfänge waren es für die schulische Bildung der Maya-Kinder im Hochland von Guatemala – und nun sind es im Jahr 2008 fast 200 Kinder, die die Schule besuchen. Die Schule musste erweitert werden: sieben Klassenzimmer sind es jetzt, wobei noch zu bedenken ist, dass es natürlich gesonderte Räume z. B. für die Küche, für die Lehrer, für den Schreibmaschinenunterricht und für die Arztvisiten brauchte. Selbstverständlich war die praktisch-handwerkliche Hilfe der Eltern von entscheidender Bedeutung, aber die finanzielle Last hatte der Verein in Nürnberg zu tragen. |
So präsentiert sich die Schule heute |
Ein für Guatemala fast einmaliger Sportplatz |
Ähnlich war
es beim Sportplatz, der gleichsam auf Anordnung des Staates gebaut werden musste (wenn das Zeugnis für die Kinder anerkannt werden soll, muss es eine Sportnote enthalten!) - und tatsächlich konnte er Anfang 2007 fertig gestellt werden; weit und breit gibt es keinen solchen Sportplatz! |
| >>>3. Endlich Wasser! (2004) | |
