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Die Gemeinde Chocruz

Die Lage im Hochland

Einwohner und Ortschaft

Die Infrastruktur

Die Erwerbssituation
Familie
Die Familie eines unserer Schulkinder vor ihrer Hütte


Die Indigenas, wie die indianische Bevölkerungsgruppe der Mayas auch genannt wird, macht gut die Hälfte der Gesamtbevölkerung aus, daneben gibt es 40% Ladinos, d.h. Mestizen, und 5% Weiße. Die einzelnen Gruppen leben streng voneinander getrennt. Das Hochland ist Indiogebiet, in den Städten dominieren die insgesamt wirtschaftlich besser gestellten Ladinos.

Hier im Hochland gibt es keinerlei ärztliche Versorgung, die Menschen leben in äußerster Armut, die Verkehrsverbindungen sind katastrophal. Die Familien leiden unter der unzureichenden Ernährung sowie unter Krankheiten aller Art, ausgelöst durch die schlechten hygienischen Verhältnisse, die auch Grund für die hohe Kindersterblichkeit sind. Lesen und schreiben können nur ganz wenige, da Schulbildung kaum zugänglich ist und überdies die offizielle Sprache des Landes Spanisch ist, die Mayas selbst aber lediglich Quiché, eine der etwa 20 verschiedenen Maya-Sprachen, sprechen, für die es keine Schriftform gibt.

Das Leben von Mayafamilien in der Region unseres Projektes wird wie in ganz Lateinamerika durch die großen sozialen Ungerechtigkeiten geprägt: Da 4% der Bevölkerung (Weiße, Ladinos) 75% der landwirtschaftlichen Nutzfläche besitzen, bleibt für die Masse der indianischen Kleinbauern nur ein winziger Rest an Anbaufläche, häufig eben nur im steppenartigen, dürren Hochland, oft so winzig, dass er nicht einmal den Eigenbedarf der Familie decken kann, und in so unwirtlicher Höhe, dass Gemüse überhaupt nicht mehr wächst.

Zudem ist die hohe Zahl von Witwen und Waisen charakteristisch, da viele Männer im Bürgerkrieg verschleppt oder getötet wurden. Alle Kinder in Chocruz arbeiten regelmäßig sehr hart. Das ist hier völlig selbstverständlich, da buchstäblich jede Hand gebraucht wird, um das Überleben zu sichern. Im Gegensatz zu Kinderarbeit in oft ausbeuterischen, abhängigen Lohnverhältnissen in Fabriken etc. arbeiten die Kinder hier zum Wohle ihrer eigenen Familie, sie helfen Holz sammeln, schleppen Wasser herbei, hacken Unkraut und  helfen bei allen Aufgaben des Haushalts wie Maismahlen und Tortillabacken.




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