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Die Rolle der Schule in der Gemeinde

Medizinische Versorgung

Das Elternkomitee

Das Schulessen
Schulessen
Sie lassen es sich schmecken!






Ein typischer Speiseplan
sieht zum Beispiel so aus:
Montag: Gemüsesuppe mit Nudeln, manchmal auch mit Huhn und Produkten aus der eigenen Backstube
Dienstag: gekochte Bohnen mit Reis und Zwiebeln
Mittwoch: Kartoffeln mit Tomaten und Queso Blanco, einer quarkähnlichen Masse
Donnerstag: "Rohkosttag", d.h. Karotten, Bananen, Orangen etc., mit geröstetem Sesam
Freitag: Gemüse mit Reis und Gurkensalat

Die Grundbestandteile der Ernährung der Maya-Bevölkerung sind Mais und Bohnen. Aus den getrockneten, zerriebenen Maiskörnern werden in einer flachen Tonform auf offenem Feuer Tortillas gebacken, kleine Fladen, die in der Form ähnlich unseren Pfannkuchen sind. Aus den Bohnenkernen, einer relativ großen, schwarzschaligen Sorte, wird ein ziemlich fester Brei hergestellt. Diese Grundnahrungsmittel sind von ihrer biologischen Wertigkeit her eigentlich recht gut ausbalanciert.

Zu Beginn der Arbeit mit den Kindern stellten die Lehrerinnen und auch der unermüdlich sich engagierende Dorfsprecher, Teodoro Xiloj, aber fest, dass viele Kinder deutlich unterernährt waren. Die Ärztin fand bei ihrem vorsichtigen Nachfragen dann heraus: Ihre Familien sind so arm, dass sie sich nicht einmal die oben beschriebenen Bohnen, die in den Hochregionen nicht wachsen und die sie kaufen müssten, leisten können! Also gibt es für sie ausschließlich Tortillas, etwas Salz und Wasser. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich die Folgen dieser einseitigen Ernährung vorzustellen.

Da die Kinder am Morgen doch recht verfroren in die Schule kommen und wohl der größte Teil der Kinder zuhause nichts gegessen hat, bekommen sie vor Schulbeginn eine warme Suppe mit einem Brötchen.



Hoffentlich lässt sich diese Versorgung auf Dauer durchhalten. Die Tatsache, dass ihre Kinder jetzt so gut gedeihen, wird hoffentlich manche Eltern dazu bewegen, ihren Kindern nicht nur einmalig für vielleicht drei Wochen, sondern dauerhaft den Schulbesuch zu erlauben. In dieser abgelegenen Gegend muss auch manchem Erwachsenen erst klar werden, dass ein Schulbesuch überhaupt sinnvoll ist. Viele können sich einfach nicht vorstellen, dass es auch eine andere Art gibt zu leben, als sie es in ihrer bitteren Armut und Unwissenheit kennen.

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